Segelferien am Bodensee
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Segelferien am Bodensee

Bei schönstem Sonnenschein schipperten wir auf Segelbooten vom 18.-21. Juni 2026 auf dem Bodensee herum.

Donnerstag, 18. Juni 2026

Pünktlich trafen sich 11 Seglerinnen und Segler und 5 Begleitpersonen an diesem Donnerstagmorgen am Bahnhof in Uster. Mit dem Zug reisten wir mit unseren Koffern nach Arbon. Dort angekommen assen wir zuerst in einem Restaurant gemütlich ein feines Mittagessen. Danach konnten wir im Hotel einchecken, unsere Zimmer beziehen und die Koffer auspacken. Die Sonne strahlte schon stark vom Himmel und die Temperaturen erreichten knappe 30 Grad. Daher entschieden wir uns, am Nachmittag in die Badi zu gehen. Zu Fuss liefen wir zur Badi und genossen dort die angenehme Abkühlung. Es wurde fleissig geschwommen, im Schatten gelegen oder einige wagten sich sogar an die Sprungbretter. Auch das Abendessen assen wir dort. Wir hatten zudem das Glück, dass gerade Fussball-WM Zeit war und an diesem Donnerstag die Schweiz gegen Bosnien spielte. Wir kauften uns Tickets für das Public Viewing in Arbon und verbrachten den späteren Abend damit, die Schweiz anzufeuern. Sie haben sogar 4:1 gewonnen, sodass wir mit Euphorie nach Hause spazieren und ins Bett gehen konnten. 

 

Freitag, 19. Juni 2026

Nicht verwunderlich war es, dass heute Morgen die einen oder anderen noch ein wenig müde waren, da es gestern doch ein wenig später als gewöhnlich wurde. Das Frühstücksbuffet lockte aber alle aus den Betten und die Sonne strahlte uns schon entgegen. Es wird wieder ein sehr heisser Tag werden, daher strichen wir die Sonnencreme gleich nach dem Frühstück ein und machten uns mit Sonnenhut und Wasserflaschen gewappnet bereit für den Tag. Beim Yachtclubhaus Arbon trafen wir uns mit unseren Segelinstruktoren von Sailability und erhielten die ersten Theorie-Inputs. Danach wurden die Schwimmwesten verteilt und die Zweierteams eingeteilt, in welchen wir dann in die kleinen farbigen Segelboote stiegen. Erfreulicherweise hatte es ein wenig Wind, perfekt um die ersten Segelerfahrungen in diesem Jahr zu sammeln. Mit leichter Fahrtgeschwindigkeit segelten wir aus dem Hafen und draussen kreuzten sich die 8 verschieden farbigen Segelboote hin und her. Es machte grossen Spass wieder in den Segelbooten unterwegs zu sein. Und für diejenige die zum ersten Mal dabei waren war es ein super Einstieg. Wir kreisten um zwei Bojen und konnten uns so gegenseitig abschauen, wie nun am besten die Segel gestellt werden müssen. Schon bald war es dann wieder Zeit in den Hafen zu segeln und beim Yachtclubhaus das gelieferte Mittagessen zu essen. Nach einer kurzen Mittagspause ging es wieder los mit Sonnencreme einstreichen und Wasserflaschen auffüllen, sodass wir bereit waren in See zu stechen. Leider hatte es am Nachmittag aber praktisch keinen Wind. Daher wurden wir an die Motorboote angehängt und aus dem Hafen gezogen. Draussen konnten wir mit unseren Paddeln Spiele machen, wie beispielsweise Tennisbälle suchen und einsammeln. Immer wieder wurde das Paddel auch genutzt, um eine Wasserschlacht anzuzetteln und als noch Wasserpistolen vom Motorboot aus verteilt wurden, blieb wohl niemand trocken. Dies war einerseits natürlich ein riesen Spass und andererseits eine willkommene Abkühlung von der Hitze. Ein wenig nass und glücklich wurden wir wieder an Land gezogen. 

Nachdem wir unsere Schwimmwesten im Yachtclubhaus liessen, gingen wir zum Hafenkiosk für eine Glace Runde. Danach ging es zurück ins Hotel, um zu duschen, auszuruhen oder im Restaurant sich mit einem Apero zu verwöhnen. Das Nachtessen assen wir ebenfalls im Hotelrestaurant, was den Abend sehr gemütlich machte. Ob Pizza, Fisch- oder Fleischgerichte, jeder war mit seiner Wahl zufrieden und genoss das feine Essen. Nachdem alle fertig waren entschieden wir uns, einen Abendspaziergang zu machen. Arbon hat einen sehr schönen Spazierweg entlang dem See. Zurück im Hotel gab es noch ein paar UNO-Runden, bevor wir dann alle müde ins Bett gingen. 

Samstag, 20. Juni 2026

Heute war ein spezielleres Programm geplant, welches wir so noch nie gemacht haben. Wir machten einen Tagesausflug mit unseren Segelbooten, mit dem Ziel den Hafen Horn West zu erreichen, um dort zu Mittag essen und dann am Nachmittag wieder zurück zu segeln. Wir freuten uns auf dieses kleine Abenteuer. Am Morgen hatte es eine leichte Brise als wir in die Boote einstiegen. Diese frischte sogar noch ein klein wenig auf als wir draussen waren, sodass wir die Strecke zum Hafen Horn West schon bald gesegelt waren. Die Motorboote setzten dann Bojen für uns und wir konnten rund um die Bojen Übungen machen und uns in den Manövern und dem Segel stellen verbessern. Danach war es Zeit, in den Hafen zu segeln, auszusteigen und zum Hafenbeizli zu gehen. Dort warteten schon unsere Tische im Schatten und wir durften unsere Bestellung gleich aufgeben. Es war ein sehr schönes Plätzli dort und wir genossen die Abwechslung und die neue Aussicht. Nach dem feinen Mittagessen und einer Kaffeerunde stiegen wir wieder in unsere Boote, paddelten aus dem Hafen heraus und nahmen Kurs auf Arbon. Der Wind war leider sehr minimal, daher hat es gerade gereicht während dem gesamten Nachmittagssegeln mit direktem Kurs nach Arbon wieder zurück zu segeln. 

Zurück im Hotel duschten wir schnell und gingen dann im Altstädtli von Arbon einkaufen. Denn heute Abend wollten wir bräteln und dazu mussten wir noch alle Zutaten einkaufen, damit es wieder ein richtig grosser Brätelspass wird. Leider war unsere Feuerstelle, an die wir die letzten Jahre gingen, schon besetzt. Aber wir konnten auf den Grill im Yachtclubhaus ausweichen und verschoben uns dort hin. Es gab neben den klassischen Würsten, Maiskolben, Salat und Brot auch wieder die eine oder andere Delikatesse wie gegrillte Pilze mit Frischkäse gefüllt oder zum Dessert Schoggibananen. Wie immer war es ein riesen Schmaus. Nach dem Essen war noch genügend Zeit da, um Spiele zu spielen oder zu zeichnen, bevor wir dann im Hotel den letzten Abend mit einem Schlummertrank ausklingen liessen.

 

Sonntag, 21. Juni 2026

Und schon war es wieder Zeit die Koffer zu packen und im Hotel auszuchecken. Jedoch gingen wir noch nicht nach Hause sondern durften nochmals segeln gehen. Bei leichter Brise segelten wir wieder aus dem Hafen und nach kurzem Aufwärmen starteten wir eine Wettfahrt. Zwischen zwei Bojen war der Start und auf Pfiff ging es los. Dann begann der Wettkampf um den ersten Platz; zuerst gegen den Wind aufkreuzen bis zur ersten Boje, rundherum und dann mit Rückenwind wieder zurück zur unteren Boje. Ganz knapp kam dann ein Boot nach dem anderen ins Ziel – jeder wurde gefeiert. 

Danach wurde es Zeit wieder zurück an Land zu gehen und das stärkende Mittagessen «Käsespätzli» mit Salat zu essen. Am Nachmittag gab es leider gar keinen Wind. Diejenigen Teilnehmende die lieber auf das Motorboot wollten stiegen auf die beiden Motorboote. Die restlichen Seglerinnen und Segler stiegen in die Segelboote und wurden von den Motorbooten hinausgezogen. Draussen tauchte der Wind leider auch nicht auf, sodass die Motorboote die Segelboote anhängten und dann alle im Schlepptau auf eine Rundfahrt über den See zogen, bis es dann wieder zurück in den Hafen ging. Dort verabschiedeten wir uns von Sailability und machten uns für die Abreise mit dem Zug bereit. 

In diesem Jahr hatten wir vier heisse sonnige Tage erwischt. Dies war einerseits sehr schön, aber andererseits liess der Wind leider ein wenig zu Wünschen übrig. Dennoch machten wir das Beste aus der leichten Brise und genossen die Sonnenstrahlen. Viele glückliche aber auch müde Gesichter strahlten am Ende und freuten sich schon auf das nächste Jahr. 

 

Bericht: Elena Lengwiler, Leitung

 

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Publikationsdatum 26.06.2026